Mal eben schnell.. das Top

So schöne sommerliche Tage zwischendurch, da brauchte ich für meinen Sohn unbedingt was Leichtes. Also, ein Top, ratz fatz genäht, kein Problem! Ein KLACKS, so dachte ich, ist doch gaaaanz easy!

Hab mir dann gleich ein neues Schnittmuster zugelegt, ausgedruckt und… uff.. etwa keine Nahtzugabe enthalten? Nein.. *grummel*.. also erstmal fleissig nachzeichnen. Dauerte schon länger als gedacht.

Dann neuer unbekannter Schnitt – dann halte ich mich wohl besser an die Nähanleitung? Schulternaht nur einseitig schließen, dann Halsbündchen schon annähen.. dann zweite Schulternaht.. hm.. komisch, mach ich sonst immer anders. Aber na gut.. wenn das da so steht…

KREISCH. Ich muß einfach mehr auf mein Bauchgefühl hören und mehr auf mich selbst vertrauen, hätte ich es doch bloß gemacht! Stunden hab ich da dran rumgefummelt, am Halsbund, es saß einfach nicht wie es sollte.. und es wurde immer später und ich immer müder. Soviel zu „mal eben schnell“ – wenn man denkt, das ist doch alles so easypeasy… wird man gleich für seinen Hochmut bestraft!!

Halsbund sitzt.. so lala.. aber viel schlimmer ist die Schließnaht, mitten vorne auf der einen Schulter. Oh Gott.. geht gar nicht in meinen Augen, da ich ja immer sehr dazu neige, alles überperfekt machen zu wollen. Dann hab ich mich so über diese Schulter geärgert, dass ich beim Saum nähen sowas von krumm und schief genäht habe, dass mein Mann mich später ernsthaft fragte: „Hast Du getrunken????“ – ich schäme mich. Als hätte ich das erste Mal in meinem Leben eine Saumnaht genäht – die war wahrscheinlich auch viel besser als diese jetzt hier. Hmpf.

Und Ärgern, Ärgern, Ärgern. Fall für den Mülleimer!!! Sehr gefrustet und seeeehr spät ins Bett.

Am nächsten Morgen hab ich mir den Schaden nochmal begutachtet und hab dann kurzerhand unten den kompletten Saum einfach abgeschnitten.

Ein etwas längeres Bauchbündchen pi mal Auge zugeschnitten und mit der Ovi dran. Voila.. schon viieeeeel besser. An der Schulternaht kann ich nichts mehr machen, das muß ich nun einfach „übersehen“ – das Stoffmotiv mit den Waschbären ist dafür aber so süss, dass ich das „Mal-eben-Schnell“-Desaster nun einfach nur noch vergessen will.

Ich freu mich, dass es TROTZDEM noch so süss aussieht (Nein – ich stell mir nicht die Frage, wie süss es denn hätte sein KÖNNEN.. wenn nicht.. )

So.. und hier dann das easypeasy Teil, das mich mehr Zeit gekostet hat als überhaupt irgendein Kleidungsstück zuvor für meinen Sohn:

Waschbär Top
Waschbär Top
Mein Sohn trägt das Waschbären-Top
Mein Sohn trägt das Waschbären-Top

Und nun, wo ich weiß, wie es richtig geht, werd ich dann bald nochmal ein paar mehr von den Tops nähen – super zur Stoffverwertung. Nur werd ich diesmal dann doch etwas mehr Zeit dafür einplanen – sicher ist sicher!